 |

Zehntes Kieswerk-Open-Air
Erste Bilanz beim Kieswerk Open Air 2010 Weil am Rhein.
Ein rundum zufriedenes Fazit zieht das städtische Kulturamt nach
dem elftägigen Kieswerk Open Air im Dreiländergarten. Nachdem
fünf von elf Abenden teilweise unter schweren Regenfällen
gelitten hatten, bewies die Zahl von rund 5.500 Besuchern, dass
die Filmauswahl und das Ambiente des Festivals für viele
Menschen im weiten Umkreis attraktiv sind.
Bewusst hatte das Organisationsteam mit Petra Friebolin und
Tonio Paßlick vier Filme für ein junges Publikum ausgesucht:
tatsächlich landeten "Avatar" und "Mit dir an meiner Seite" an
zweiter und dritter Stelle der Publikumsgunst hinter dem
Spitzenreiter "Soul Kitchen" von Fathi Akin. Wenn das Wetter
nicht ausgerechnet bei erwarteten Publikumsrennern wie
"Zweiohrküken" und "Wüstenblume" Kapriolen gerissen hätte, wäre
man so auch an die Zahlen der beiden Vorjahre herangekommen.
Tonio Paßlick bedankte sich fast täglich bei einem treuen
Publikum, das sogar an ausgesprochenen Regentagen gekommen war.
Auch noch in den Tagen danach erhält das Kulturamt Mails von
Menschen aus Weil am Rhein oder aus der Schweiz, die sich
begeistert über das Ambiente und die Filmauswahl äußern. Mit dem
Catering-Angebot wurde eine Palette und Vielfalt erreicht, die
man in den nächsten Jahren beibehalten möchte. Von Sushi bis zum
Gemüseteller, von Möhrencurry-Waje bis zur Kieswerkwurst, Cordon
bleu und Salaten reichte das Angebot der Caterer, während auch
im Getränkebereich ausgesuchte Qualität dominierte.
Festivalleiter Tonio Paßlick stellte im Zuge des Festivals nicht
nur täglich die Sponsoren vor, sondern auch die Partner des
Festivals: Volker Scheurer und Joachim Lederer als Hausherrn von
Kieswerk und Hadid-Pavillon sowie die Caterer auf dem Gelände
oder die beiden Eckpfeiler der Kieswerk Combo mit Gerd Maier und
Walter Schneider. Das Musikangebot war ungewöhnlich hochklassig
und vielseitig. Die beiden Jugendbands "Your next boyfriend" und
"The Bulbs" spielten häufig, neben der Kieswerk Combo mit
Jam-Sessions, an denen bis zu 16 Musiker an einem Tag aus der
Region beteiligt waren, spielten auch bekannte Gruppen wie die
"Berger-Meier-Jazzband", "Fleck", "Katrin Kiefer und MrBee", "The
Drops" oder Gruppen an den beiden Themenabenden wie "Pietro de
Angelo" aus Freiburg und "Kostas Antioniadis & Ensemble" aus
Heidelberg.
Dreigeteilt lockte auch ein umfassendes Kunstangebot.
Neben der Ausstellung im Kunstraum Kieswerk waren der Bau eines
neuen Kunstwerkes mit dem Namen "Ora et labora (Bete und
arbeite)" mit Dr. Alfonso Caravetta aus Kalabrien und Katarzyna
Kedzior aus Lublin (Polen) ein Erlebnis, darüber hinaus konnte
man den drei Künstlern Albert Bürgin, Inge Uebel und Carmeline
Allenbach bei der künstlerischen Bemalung des Papp-Ottos von
Peter Raacke über die Schultern schauen. Empfänge wurden
veranstaltet für die Lionsclubs der Region, für die Teams des
Vitra Design Museums und des Museumskreises, für Sponsoren. Der
Caterer Jogi Reinhard-Hoch wurde von den beiden Festivalmachern
mit einer Torte zum Geburtstag und einem Gratulationslied aus
nahezu 700 Kehlen überrascht, während zwei Paare, die ihren
Hochzeitstag mit einem Festivalbesuch begingen, auf der Bühne
mit Sekt gefeiert wurden. Ohne Spaß und Maskerade ging es auch
nicht ab: Beim Film "Robin Hood" kam nicht nur das
Kulturamtstrio mittelalterlich verkleidet, sondern auch zwei
Paare mit aufwändigen Kostümen. Und vor Avatar sprangen 16
Avatare mit Powerisern, blau geschminkt und gekleidet über das
Gelände. So war das Publikum vor keiner (angenehmen)
Überraschung sicher, das Festival wurde zu einem Ambiente- und
Erlebnisfest, bei dem man sich gerne schon Stunden vor
Filmbeginn traf, durch den Park flanierte, die kulinarischen
Angebote genoss, den Künstlern bei der Arbeit zuschaute oder bei
der Musik auf der einzigartig gestalteten Kieswerkbühne
mitwippte oder -tanzte.
Der Termin des nächsten Festivals: 28. Juli bis 7. August 2011.
|
|




 |
|